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Bekleidung: Spiegel der Gesellschaft

Mode große Größen Trends und mehr!

Über die Jahrhunderte hinweg hat sich die Mode – insbesondere die der Frauen – stark verändert. Aber was ist eigentlich Mode? Karl Lagerfeld hat gesagt, dass Mode Mode sei, bis sie den Leuten zum Halse heraushängt. Doch wer bestimmt über die Mode und urteilt über „in“ und „out“? Und warum ist Bekleidung Spiegel der Gesellschaft?
Wissenschaftler beleuchten immer wieder den Kleiderkult. Sie versuchen herauszufinden, wie Designer, Modejournalisten und Blogger auf die neuesten Trends kommen. Hinweise erhalten sie von Trendscouts. Sie halten auf der ganzen Welt Ausschau nach herausragenden Street-Styles. Deren internationale Beobachtungen fassen sie in Styleguides zusammen und geben sie an Modedesigner weiter. So kommt Mode tatsächlich von der Straße.

Bekleidung: Spiegel der Gesellschaft – Wer trug was?

Früher war es scheinbar einfacher, sich passend anzuziehen. Auf dem Land trug man schlichte arbeitstaugliche Kleidung. In der Stadt wurde es vielschichtiger. Einkommen und Status beeinflussten den Kleidungsstil. Lange war es selbstverständlich, seinen Wohlstand zu zeigen. So wurden in den fünfziger Jahren Frauen zum Schmuckstück ihrer Männer. Adrette Kleidchen, hübsche Accessoires und Make-Up gehörten zum täglichen Erscheinungsbild. Ab den sechziger Jahren wandelte sich das Bild. Die Trends der Pilzköpfe, Hippie-Mode und der Achtziger sahen wild aus und kaum jemand konnte sich diesem Sog entziehen. Die Ära der extremen Modevorbilder begann, die in dem Hype um Supermodels in den 90ern gipfelte. Noch nie gab es in so kurzer Zeit so viele grundverschiedene Stile, die von den Massen angenommen wurden. Sehr individuell und trotzdem uniform – das wurde mehr und mehr das Credo der Modeindustrie.

Die Mode heute

Natürlich ist heute nicht alles anders und immer noch ist Bekleidung Spiegel der Gesellschaft. Weiterhin gibt es jedes Jahr mindestens vier große Kollektionen und jede Menge „Must-Haves“. Das Diktat ist aber nicht mehr allzu streng. Die Mode hat nicht mehr so extreme Umbrüche erlebt, daher ist alles erlaubt. Schlaghosen mit Nerd-Pullundern, Twiggy-Kleider mit Leggings – nichts ist mehr richtig „out“. Die Abgrenzung verwischt immer mehr. So gibt es viele wohlhabende Leute, die sich extrem casual kleiden. Schülerinnen kaufen Kostüme oder Abendkleider in Kleidungs-Discountern und funktionieren sie in alltägliche Garderobe um. Der Spiegel der Gesellschaft wandelt sich in ein Kaleidoskop.

Selbstbewusst können wir heute dem Zitat von Oscar Wilde zustimmen: „Mode ist, was man selbst trägt. Unmodisch ist, was andere Leute tragen.“

 

Bild: © x-two